Gut für die Nerven
Legenden um den süßen Zuckermais
Was für Europa das Getreide ist, das bedeutet Mais für Amerika. Schon vor über 7000 Jahren wurde Mais in Mexiko angebaut. Entsprechend vielfältig und alt sind die Geschichten um dieses Grundnahrungsmittel: Indianische Geschichten erzählen, dass Mais aus einem Mann mit grünem Gewand und gelbem Haar entstanden sei, nachdem dieser getötet und begraben wurde. In anderen Mythen ist der Mais in Form einer Göttin vom Himmel herabgestiegen. 1492 lernte Kolumbus den Mais kennen und binnen 30 Jahren baute man ihn auch in Europa an. Heute hat sich Mais auch bei uns längst durchgesetzt. Popkorn ist übrigens eine Zubereitungsart, die amerikanische Ureinwohner schon seit 5000 Jahren praktizieren.
Schon die amerikanischen Ureinwohner schätzten Mais nicht nur als sattmachendes Grundnahrungsmittel, sondern auch als wirksames Mittel gegen Harnwegserkrankungen. Seinen süßen Geschmack verdankt der Mais Saccharose, wobei der Zuckergehalt nach der Ernte am höchsten ist. Zuckermais ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Sein hoher Gehalt an B-Vitaminen und Magnesium ist gut für die Nerven, die in Mais enthaltene Pantothensäure wirkt sogar wie eine Art Stresskiller. Der Geschmack von in Folie gewickelten Maiskolben, die man am Lagerfeuer brät, hat zwar seinen ganz eigenen Charme, aber auch zu Hause gekochter Mais ist eine Delikatesse. Dazu empfiehlt es sich, das Kochwasser mit ein wenig Zucker und Milch sowie einem Stück der Fruchtblätter zu versetzen. Je nach Größe brauchen die Maiskolben dann 10-20 Minuten bis sie gar sind. Mit Butter und Salz im Ganzen serviert schmecken die Maiskolben dann sicher nicht nur den kleinen Gourmets.





