Das kleine Brot
In der Winterzeit stehen die Maronenbrater wieder am Straßenrand und beglücken uns mit dem unvergleichlichen Duft gerösteter Maronen. Dabei landen Maronen in anderen Ländern weitaus häufiger und in allen möglichen Variationen auf dem Teller, da sie sich zu weitaus mehr verarbeiten lassen als wir vermuten.
Maronen haben einiges zu bieten. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind die Vitamine der B-Gruppe, C, E und Folsäure. Zusätzlich enthalten sie wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Phosphor. Sie liefern wesentlich weniger Fett als Nüsse und haben daher nur halb so viele Kalorien. Erwähnenswert ist auch der hohe Stärkegehalt, weswegen Maronen früher auch zu Mehl gemahlen und zu Brot verarbeitet wurden. Schon von Natur aus ähneln Maronen von ihrer Zusammensetzung dem Brot, weswegen sie auch als "Brot des kleinen Mannes" bezeichnet wurden.
Maronen in der Küche
Am bekanntesten sind sie frisch geröstet an kalten Wintertagen, dabei lassen sie sich auch gut als Beilage zu allerlei Gemüse oder Fleisch verwenden.
Hätten Sie das gedacht?
Der dickste Baum der Erde soll ein Maronenbaum gewesen sein. Bis vor einigen Jahren konnten seine Überreste am Fuße des Ätna bestaunt werden. Der Stamm dieses Baumes hatte einen Umfang von über 60m. Dabei wachsen diese Bäume anfangs sehr langsam und tragen erst nach 25–60 Jahren die ersten Früchte. Dafür können sie aber auch bis zu 1000 Jahren alt werden. Mindestens 1500 Jahre gibt es Maronen schon in Europa. In einigen Ländern waren sie lange ein Grundnahrungsmittel; in Griechenland wurden sie auch die "Eicheln der Götter" genannt.





