glutenfrei und macht schön...
In China wurde Rispenhirse bereits 2500 v.Chr. angebaut und zählte zu den fünf heiligen Pflanzen. Die Chinesen fühlten sich durch das Getreide mit der göttlichen Welt verbunden. Heute zählt Hirse in vielen Teilen Nordafrikas und Asien zu den Grundnahrungsmittel. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war Hirse eines der bedeutendsten Getreidesorten in Europa, dann wurde sie aber von Kartoffeln, Roggen und Weizen verdrängt.
Doch das Interesse wird wieder größer. Aus gutem Grund, denn Hirse ist sehr nahrhaft und enthält ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E, Provitamin A, verschiedene B-Vitamine sowie Eisen. Außerdem gilt das Getreide als Schönmacher und ist gut für Haut und Haar. Das enthaltene Silizium (auch Kieselerde genannt) sorgt für stabile Nägel, gesunde Haare und schöne Haut. Desweiteren ist es förderlich für Knochen, Bindegewebe und das Zellgewebe und wirkt sich positiv auf das Nervengewebe aus.
Hirse ist ein Spelzgetreide. Bevor es konsumiert werden kann, muss es geschält, also entspelzt werden. Das Getreide ist sehr beliebt in der gesunden Vollwertküche. Das Besondere ist, dass sich die Nährstoffe nicht nur in den äußeren Randschichten befinden, sondern im ganzen Korn vorhanden sind. Hirse kann vielseitig zubereitet werden, z.B. als Beilage oder sogar als Hauptgericht. Am besten wird Hirse gekocht und mit Obst oder Gemüse verzehrt, erst dann werden die enthaltenen Mineralien vom menschlichen Organismus aufgenommen und verwertet.
Es gibt unzählige Rezepte, die Hirse zu einer gesunden Alternative machen. Sie können als Süßspeise oder in einem Brei mit Früchten verfeinert verwendet werden. Klassisch ist das Hirsotto, ähnlich wie das Risotto in Brühe gekocht, angereichert mit Kräutern oder anderen Zutaten. Gekochte Hirse kann auch zu kleinen Nocken geformt werden und als Beilage in einer Suppe dienen. Sie eignet sich auch gut für Aufläufe und die Herstellung von Bratlingen.
Ein Plus-Punkt für alle Zöliakie-Betroffenen, denn Hirse ist glutenfrei. Der Nachteil ist, dass Hirsemehl beim Backen nicht besonders gut aufgeht. Es entsteht ein flaches Brot, das Mehl kann aber mit anderen Getreidesorten kombiniert werden.





